SALON FIGL

Tag: Mobilität

„Net zur Numma mecht’ i werd’n“

Bürgermeister Häupl will über Nummerntafeln für Fahrräder nachdenken – Idee stößt auf große Ablehnung: Zu hoher Verwaltungsaufwand, kontraproduktiv, Sommerlochdebatte

„A Mensch mecht’ i bleib’n und net zur Numma mecht’ i werd’n“, sang Wolfgang Ambros vor 30 Jahren. Diese Melodien könnten nun dem einen oder anderen Radler durch den Kopf gehen. Denn Wiens Bürgermeister Michael Häupl regte am Donnerstag an, über Nummerntafeln für Fahrräder nachzudenken, und greift damit eine langjährige Forderung der FPÖ auf.

Dieser Artikel ist am 27.07.2012 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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Volle Kraft aufs Rad

Bei aller Liebe zu Öko-Taxis, E-Bikes und Fahrrädern: Spätestens an der Ampel geht es um den Turbo

Politiker, Medien und Öffis – was macht bloß den Reiz dieser Mischung aus? Das Gratis-Blatt Heute fuhr mit Grün-Politikerin Eva Glawischnig Straßenbahn und mit FPÖ-Mann Strache U-Bahn. Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) drehte den Spieß um und lud vergangene Woche wie schon im Vorjahr zur „JournalistInnenrallye“: Mit E-Bike, Lastenfahrrad und Öko-Taxi ging es durch halb Wien, eine Schar von PR- und Ministeriumsmenschen begleitete zwei Handvoll Journalisten und den Minister. Geht noch mehr Inszenierung? Oh ja: Moderiert hat die Veranstaltung Eva Pölzl vom ORF, anschließend gab es Urkunden und Siegerfotos.

Diese Reportage ist im „Falter“ 22/2012 am 30.05.2012 erschienen.

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Ein Manifest für unfallfreies Radfahren

Vielleicht dachte sie daran, was sie abends kochen würde, oder sie war mit den Gedanken bereits bei dem Interview, das sie später eventuell hätte führen wollen. Keiner weiß es. Dass sie offenbar nicht ganz bei der Sache war, als sie im vergangenen November auf dem Weg in die Redaktion von einem Lastwagen überrollt wurde, ist wohl gewiss – sonst hätte sie schneller reagieren können, hätte vielleicht sogar den Lkw kommen gesehen, der sie ein paar Millisekunden später überrollte; ein menschlicher Körper kann mehrere Tonnen Metall und Hartplastik in Bewegung unmöglich bremsen.

Erschienen im „Falter“ 19/2012 am 09.05.2012

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„Autos sind lächerlich“

Erschienen im Falter 49/2011 am 07.12.2011

Derzeit besteht Bernhard Ensinks Job darin, durch die Welt zu fliegen, um die Bewerberstädte für den Fahrradkongress „Velo-City“ unter die Lupe zu nehmen – darunter auch Wien. Gewöhnlich arbeitet der Generalsekretär der European Cyclists’ Federation (ECF) und führende Radlobbyist in Brüssel.

Bettina Figl: Sie haben einmal gesagt, Autos seien lächerlich. Wie meinen Sie das?

Bernhard Ensink: Menschen stecken sehr viel Geld in Automobilität. Es ist lächerlich, wenn sich jede Familie zwei Autos in die Garage stellt und kaum benutzt. Aber Umfragen in Deutschland machen mir Hoffnung: 80 Prozent der Jugendlichen sagen, sie können sich vorstellen, in Zukunft ohne Auto zu leben. Weiterlesen…

Die Straßen erobern

erschienen in der „Wiener Zeitung“ am 11.05.2011

London, Rom, Singapur: City-Maut und autofreie Innenstädte sind in modernen Städten Usus. Doch Wien ist immer noch ein Autofahrer-Eldorado. Trotzdem wird über Kurzparkzonen und Parkgaragen-Preise gejammert. Und die Radfahrer, diese gefährlichen Raudis!

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