SALON FIGL

Tag: Wirtschaft

„Entmündigung durch Experten“

Ökonomin Michalitsch über Aufgaben der Erwachsenenbildung
Business-Englisch oder Arbeitsrecht, das politische System Österreichs oder Autogenes Training: die Wahl eines Volkshochschulkurses wird oft danach getroffen, was im Berufsleben praktikabel erscheint, politische Partizipation wird immer öfter hintangestellt.

Dieser Artikel ist am 7.11.2012 in der „Wiener Zeitung“ erschienen und im Original hier zu lesen.

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„Besser dran als Griechenland“

Kein Gehalt, kein Roomservice: Die rund 100 Mitarbeiter des „Holiday Inn“ in Nikosia streiken.

Der Ausschluss Zyperns aus der Euro-Zone würde „europäisches Projekt zerstören“, sagt Andreas Theophanous, Ökonomieprofessor an der Uni Nikosia.

2012 war kein gutes Jahr für Zypern. Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat die Bonitätsnote auf „B“ herabgestuft, damit hat Zypern bei S&P die zweitschlechteste Note aller Länder der Euro-Zone verpasst – gleich nach Griechenland.

Dieser Artikel ist am 09.11.2012 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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„Man darf Angriffe nicht persönlich nehmen“

Erschienen in der „Wiener Zeitung“ am 01.09.2011

Top-Managerin Marianne Heiß über Disziplin bei der Karriereplanung, warum sie gegen Frauenquoten ist und Kinder kein Hindernis am Weg nach oben sind.

Bettina Figl: Zwei Prozent der Vorstände sind Frauen. Was machen wir falsch?

Marianne Heiß: Frauen trauen sich einen Job nicht zu, obwohl sie 95 Prozent der Qualifikationen mitbringen. Männer nehmen den Job an, auch wenn sie nur 50 Prozent der Anforderungen entsprechen. Frauen müssen sich mehr zutrauen und besser vernetzen. Weiterlesen…

„Griechen sind nicht faul“

erschienen in der „Wiener Zeitung“ am 10.06.2011

Bei meiner Reise nach Griechenland traf ich Yiannis Boutaris, den Bürgermeister Griechenlands zweitgrößter Stadt Thessaloniki, zum Interview. Mit ihm habe ich über bevorstehende Privatisierungen gesprochen, er sprach von „fehlenden EU-Plänen“ und warum er als beleidigend empfindet, was deutschen Medien über die Griechen schreiben.

Thessalonikis Bürgermeister Boutaris

(c) Bettina Figl

Unterstützen Sie die Demos?

Yiannis Boutaris: Ja. Wir müssen nicht nur die Krise überstehen, sondern den Staat neu organisieren. Bei uns glaubt man, der Staat übernimmt alles. Das stimmt nicht.

 

Warum sind Sie als linker Politiker für Privatisierungen?

Natürlich werden wir den Hafen nicht jemandem verkaufen, der etwas anderes daraus macht.  Weiterlesen…

„Ich lebe mit dem Pass in der Tasche“

Erschienen in der „Wiener Zeitung“ am 10.06.2011

Von Bettina Figl aus Thessaloniki

(c) Bettina Figl

Es wird demonstriert, parallel findet eine Buchmesse statt. Als die Demo beim Stand der EU vorbei zieht, wird nicht lange gefackelt: Die Protestierenden krallen sich EU-Prospekte, schmeißen sie in die  Menschenmenge und zertreten einen Plasma-Fernseher. Die Standbetreuer sind kurz zuvor geflüchtet. Ein Protestierender ist kurz davor, die EU-Fahne anzuzünden, plötzlich verstummen Trommeln und Jubel, er macht einen Rückzieher. Seit Tagen wird in Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, protestiert. Dutzende zelten rund um den Weißen Turm, dem am Meer gelegene Wahrzeichen der Stadt. Doch nicht alle treibt der Zorn auf die Straße.

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