Schlagwort-Archiv: Asyl

„Nun liegt Ball bei der Politik“

Caritas-Wien-Direktor Landau nimmt Ministerien in die Pflicht
Der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau steht in der eiskalten Votivkirche und sagt: „Christus hat die Kirche nicht zum Ja-Sagen gestiftet, sondern als Zeichen des Widerspruchs“, zitiert er den verstorbenen Prälaten Leopold Ungar, vormals Caritas-Präsident. Nachdem die Polizei in der Nacht auf Freitag das Protestcamp vor der Votivkirche geräumt hat, gab es seitens der Erzdiözese am Freitag „ein ganz klares Commitment“: Man wolle jenen rund 40 Flüchtlingen, die derzeit in der Kirche Schutz suchen, diesen weiterhin gewähren.

Dieser Artikel ist am 28.12.2012 in der Wiener Zeitung erschienen. Das Original findet sich hier

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Hungerstreik zehrt an Kräften der Flüchtlingscamper

Erschöpft und durchfroren: Der Gesundheitszustand der im Hungerstreik befindlichen Flüchtlinge in der Votivkirche verschlechtert sich, am Mittwoch kam es zu einem Rettungseinsatz.

Das Asyl-Camp in der Wiener Votivkirche hat die Weihnachtsfeiertage überdauert, am Stephanitag befanden sich weiterhin über 30 Flüchtlinge in dem Gotteshaus. Laut der Caritas befinden sich 14 Flüchtlinge im Hungerstreik, laut einigen Angaben nehmen inzwischen 32 Menschen keine Nahrung mehr zu sich. Die Hungerstreikenden sind erschöpft und durchfroren, sagte Caritas-Sprecher Klaus Schwertner, der gegenüber der „Wiener Zeitung“, auch einen Rettungseinsatz am Mittwoch bestätigte.

Dieser Artikel ist am 26.12.2012 in der Wiener Zeitung erschienen und im Original hier zu lesen.
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„Was ist los in diesem Land?“

Der Paschtune Khan Adalat ist seit sieben Monaten in Österreich.

(c) Stanislav Jenis

Der Paschtune Khan Adalat floh vor acht Jahren aus dem pakistanischen Swat-Tal vor den Taliban.
Khan Adalat ist 47 Jahre alt und sagt: „Mein Leben ist vorbei.“ Seit exakt einem Monat campiert er mit etwa 30 weiteren Flüchtlingen vor der Votivkirche. Unter ihnen sind viele Afghanen, die Mehrheit stellen aber Pakistani, auch Adalat stammt aus dem Swat-Tal im Norden Pakistans. Der Mann mit den tiefen Furchen im Gesicht betont, er sei kein Pakistani, sondern Paschtune. Er kommt aus dem Wüstengebiet zwischen Afghanistan und Pakistan – just jenem Gebiet, in dem die islamistische Taliban gegründet wurden.

Dieser Artikel ist am 24.12.2012 in der „Wiener Zeitung“ erschienen und hier im Original zu lesen.

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„Heute hätte Jesus in Wien keine Herberge gefunden“

Deeskalierung kurz vor Zwangsräumung – Flüchtlinge zogen in Wiener Votivkirche.

Knapp eine Woche vor Weihnachten und just am Internationalen Tag der Rechte der Migranten stand der Protest der Flüchtlingscamper kurz vor dem Ende: Nachdem die rund 60 Flüchtlinge die Votivkirche nicht wie von Pfarrer Joseph Faruggia gefordert um 18 Uhr verlassen hatten, wäre es beinahe zu einer Zwangsräumung durch die Polizei gekommen.

Dieser Artikel ist am 19.12.2012 (zweite Ausgabe) der „Wiener Zeitung“ erschienen und im Original hier zu lesen.

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„Wir haben ein Recht auf unsere Zukunft“

Flüchtlinge suchen Schutz in der Votivkirche – Pfarrer stellte Ultimatum: Kirche muss bis 18 Uhr geräumt sein.

Mit 24. Dezember liegt es genau ein Monat zurück, dass etwa 100 Flüchtlinge von der Erstaufnahmestelle in Traiskirchen rund 35 Kilometer nach Wien marschiert sind. Seither campieren im Park vor der Votivkirche einige Dutzend Flüchtlinge, um für eine Verbesserung ihrer rechtlichen Situation einzutreten.

Dieser Artikel ist am 19.12.2012 in der „Wiener Zeitung“ erschienen und im Original hier zu lesen.

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