SALON FIGL

Bigger is not always better: What we can learn about data journalism from small newsrooms

DUyO-4FW0AAHLkM.jpg-largeBettina Figl’s paper on data journalism in small newsrooms is based on literature, case studies and interviews with heads of newsroom data teams in Germany, Austria and the UK. Her findings make it clear that data journalism is all about team work, and size is no barrier to innovation.Indeed smaller newsrooms can be at an advantage when it comes to integrating data teams. Journalists in smaller publications often communicate better with each other, are more willing to take risks, and can change the culture of the newsroom more easily. Limited resources and lack of expertise in data journalism can be overcome by collaborations and networks like The Bureau of Investigative Journalism’s Bureau Local, which connects local newsrooms all over the UK. The paper can be downloaded here.

„Studiengebühren sind nie sozial verträglich“

Moritz Ziegler

(c) Moritz Ziegler

Die neue Rektoren-Chefin rät Studentenvertretern zu Protestaktionen und lehnt Studiengebühren generell ab. Dieses Interview ist am 26.1.2018 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

Sie sind seit Anfang des Jahres Präsidentin der Universitätenkonferenz (Uniko). Es gab keine Gegenkandidatur. Ist der Job so unbeliebt?

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„Ich stehe auf der Todesliste“

ASLI ERDOGAN FOTOGRAF MUHSIN AKGUN RADIKAL

(c) Muhsin Akgun Radikal

Die renommierte türkische Autorin Asli Erdogan über ihre Zeit im Gefängnis, Deniz Yücel und den Kurvenkonflikt. 

Die türkische Armee kämpft nun gegen syrische Kurden. Sind Sie überrascht? Asli Erdogan: Es war klar, dass sie bei der ersten Möglichkeit angreifen werden. Es stimmt mich traurig, dass mein Land Krieg betreibt. Ich befürchte, das ist das Ende all unserer Hoffnungen auf eine friedliche Lösung.

Dieses Interview ist am 24.1.2018 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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How Austria’s Tabloids Helped the Far-Right Win the Election

Austria’s recent election was a big success for the country’s Conservatives and the far-right. Sebastian Kurz, the 31-year-old foreign minister is tipped to become the country’s next Chancellor – in a coalition with the far-right Freedom Party (FPÖ). His rise, however, was only possible with the help of the media. Austria’s press, and the tabloids in particular, played a key role in the country’s move to the right.

This article written by Felix Simon and me was published on 7th of December 2017 on European Journalism Observatory (EJO). It can be read here.

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Go Home, Onkel Sam!

Das Buch der Marshallplan-Experten Günter Bischof und Hans Petschar. © Brandstätter Verlag

Das Buch der Marshallplan-Experten Günter Bischof und Hans Petschar. © Brandstätter Verlag

Arbeitsethos in den USA unterscheidet sich stark von jenem der Österreicher. Wie sich selbst die Marshallplaner dem Sozialstaat unterordnen mussten. Bezahlte Auszeit, alle drei Jahre, bewilligt vom Arbeitgeber. Erzählt man US-Amerikanern von „Bildungskarenz“, kann es passieren, dass ihnen die Kinnlade herunter fällt. Dabei ist die Bildungskarenz nur eine von vielen Leistungen, die der österreichische Sozialstaat seinen Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht. Mutterschaftsurlaub, unbegrenzte Anzahl an Krankenstandtagen und mindestens fünf Wochen Urlaub. All das klingt für US-Amerikaner, die meist nicht mehr als zwei Wochen Urlaubsanspruch pro Jahr haben, utopisch.

Dieser Artikel ist am 3.10.2017 in der Wiener Zeitung erschienen.

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Fuck Work

Ich brauche keinen Urlaub, die Arbeit macht doch Spaß! Diese Art von Selbstausbeutung ist in Österreich seltener anzutreffen als etwa in den USA. Wer von seinem Tage nicht zwei Drittel für sich hat, ist ein Sklave. So die Auffassung von Friedrich Nietzsche. Der Vergleich mit einer tatsächlichen Leibeigenschaft ist problematisch, doch Nietzsche hat Recht. Dieser Artikel ist am 2.10.2017 in der Wiener Zeitung erschienen.

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„Mein Rat lautet: Keep cool!“

© Oliver Wolff http://www.oliwolff.com

© Oliver Wolff http://www.oliwolff.com

Seit Günther Krabbenhöft vor zwei Jahren von Touristen am U-Bahn-Steig in Berlin fotografiert wurde, hat sich sein Leben auf einen Schlag geändert. Heute jobbt der 72-Jährige, der fast sein ganzes Leben lang als Koch gearbeitet hat, als Model und Stilberater, und er ist ein Star in den sozialen Netzwerken. Dass die Fotos für dieses Interview am Berliner Tempelhofer Feld entstehen sollten, gefiel ihm nicht – er kann große Menschenansammlungen nicht leiden und kritisiert, dass an diesem Platz keine Sozialwohnungen entstehen. Doch als er dann im Abendlicht zwischen Sonnenblumen für die Kamera posiert, ist er wieder in seinem Element. Er kommt mit zwei 10-Jährigen in Fußball-Trikots ins Gespräch und erklärt ihnen, dass sich ein Gentleman stets höflich und respektvoll verhält.

Dieser Artikel ist am 23.9.2017 im Extra der Wiener Zeitung erschienen.

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„Ein paar zerbrochene Fensterscheiben gehören dazu“

Reinhard Kreissl leitet das Wiener Zentrum für sozialwissenschaftliche Sicherheitsforschung. © privat

Reinhard Kreissl leitet das Wiener Zentrum für sozialwissenschaftliche Sicherheitsforschung. © privat

Der Kriminalsoziologe Kreissl warnt vor Verschärfungen beim Versammlungsrecht. Österreichs Polizeistruktur und Führung im Ernstfall hält er für verbesserungswürdig. Weil in Hamburg beim G-20-Gipfel Autos angezündet und Fensterscheiben eingeschlagen wurden, sollen sich in Österreich die Gesetze ändern? Dafür sieht der Sozialkriminologe Reinhard Kreissl keine Notwendigkeit. Warum er gegen das Vermummungsverbot ist und wieso politischer Gipfeltreffen weiterhin in Großstädten ausgetragen werden sollen, erklärt er im Interview. Den ausführlichen Artikel zum Einsatz der österreichischen Polizei bei G-20 lesen Sie hier.

Ist es für Sie nachvollziehbar, dass Innenminister Sobotka den G-20-Protest zum Anlass nimmt, um das Versammlungsrecht anzupassen?

Das Interview ist am 5.8.2017 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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Im Einsatz, wenn es kracht

Für Österreichs Polizei war der G-20-Gipfel ein Belastungstest. Aber wieso wegen Hamburg das Gesetz ändern? Flaschen, Steine, Molotow-Cocktails: Autonome haben sich auf den Dächern verschanzt. Sie beschießen Wega-Beamte, die mit Wasserwerfern durch die Straßen Hamburgs ziehen. Es seien „bürgerkriegsähnliche Szenarien“ gewesen, berichtet Ernst Albrecht, Chef der Wiener Sondereinheit Wega.

Dieser Artikel ist am 5.8.2017 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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Ein Schreckgespenst namens Kommunismus

Kommunismus – das ist doch nichts für Kinder! Das Buch „Communism for Kids“ erzürnt die amerikanische Alt Right. Dieser Artikel ist am 11.7.2017 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

„In diesem Buch lernen Kinder, wie sie Gulags einrichten, Satan anbeten und die westliche Zivilisation zerstören können – und all das für nur 12 Dollar und 95 Cent!“ scherzt die „New York Times“ (NYT). Doch die NYT-Rezension liegt trotz satirischer Spitzen nahe an der Realität. Andere US-Medien, darunter das rechtsaußen-Medium „Breitbart“ oder das liberalere „The Daily Beast“, zerfleischen das Buch der Berliner Autorin Bini Adamczak regelrecht: „Die pure Existenz dieses Buches beweist, dass Marxisten noch nicht erkannt haben, dass ihre Ideologie zu nichts als Verderben führt“, schreibt ein „Breitbart“-Autor.

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