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Tag: Universität

„Der TU-Student ist nicht unbedingt der, der protestiert“

(c) Stanislav Jenis

(c) Stanislav Jenis

Studierende strömen aus dem TU-Gebäude am Getreidemarkt, vergleichen ihre Rechenergebnisse und ziehen weiter in den Innenhof. Es ist Tradition, dass sich TU-Studierende nach Prüfungen vor der Fachschaft treffen, auf ein Bier. Oder zwei. Oder zehn. „Es ist ein Frust-Besäufnis“, sagt Wolf Farber, und: „An der TU Wien zu studieren war der größte Fehler meines Lebens.“ Seit fünf Jahren studiert er Maschinenbau, seit fünf Jahren scheitert er an der Mechanik-Prüfung. Dieser Artikel ist am 22.6.2017 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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„The military is interested“

After reporting by Wiener Zeitung revealed that the Pentagon finances science projects at Austria’s public universities, many questions have arisen. Among them: What strategy is the Pentagon pursuing?

Some of the answers can be found in strategic Pentagon papers acquired by Wiener Zeitung that mention Austria explicitly. Specifically, the Air Force Research Laboratory’s paper states that Austria is interesting because of its research in quantum technology and says there are “major advances through EU research centers.”

This article was published in Wiener Zeitung, print and online, on the 10th of July, 2014. http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/bildung/uni/644293_Militaerisch-interessant.html

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Aufnehmen verboten

Urheberrecht großes Thema an Unis: WU Wien erlaubt Video- und Tonaufzeichnungen nur in „gut begründeten Einzelfällen“. Druckstellen an den Fingern vom vielen Mitschreiben? Die neue Studentengeneration hat eher Probleme mit dem oft gebeugten Nacken und den vom vielen Tippen geschundenen Sehnenscheiden. Im Zeitalter der Digitalisierung ändern sich aber nicht nur die Krankheitsbilder. Video- und Audioaufnahmen in Hörsälen sind keine Seltenheit, für viele gehört die Mitschrift der Vergangenheit an – irgendwer wird‘s schon online stellen. Die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien will dem Trend nun Einhalt gebieten, indem sie die digitalen Aufzeichnungen untersagt.

Dieser Artikel ist am 4.6.2015 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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Uni-Rat ist teuer

Die Universitätsräte sind ins mediale Blickfeld geraten: An der Wiener Medizinuniversität, wo in Kürze der Posten des Rektors neu besetzt wird, sprach der Uniratsvorsitzende im Vorfeld der Hearings von politischer Intervention bei einem der Kandidaten. An der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst lieferten sich Senat und Unirat nach der Rektoratswahl einen öffentlichen Machtkampf. Und ob alle Uniräte über die erforderlichen Qualifikationen verfügen, ist ohnehin seit längerer Zeit ein umstrittenes Thema. Für die Grünen war das vergangene Woche der Anlass dafür, die Entmachtung der Uniräte zu fordern: „Die Uniräte arbeiten nicht seriös genug, der politische Einfluss ist zu groß, vor allem in den Bundesländern“, sagt die grüne Wissenschaftssprecherin Sigrid Maurer. Wie groß ist der Einfluss der Politik? Können und sollen die Uniräte entmachtet werden? Antworten auf Fragen zu den Uniräten.

Dieser Artikel ist am 23.4.2015 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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Nicht alle sind willkommen

Studenten aus Drittstaaten dürfen nicht arbeiten, aber die ÖH verhandelt mit dem Sozialministerium.

Sie kommen aus Japan, den USA oder Israel. Sie studieren in Wien, Graz oder Innsbruck. Und sie zahlen für ihr Studium doppelt oder dreifach so viel wie ihre österreichischen Kommilitonen. Die Rede ist von Studierenden aus Drittstaaten, die derzeit nur eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt haben. Im Bachelor dürfen sie zehn Stunden, im Masterstudium maximal 20 Stunden jobben, jeweils pro Woche. Das mache es ihnen besonders schwer, ihr Studium selbst zu finanzieren, kritisiert die Österreichische Hochschülerschaft (ÖH).

Dieser Artikel ist am 30.9.2014 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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„Die Gesellschaft liebt Eliten“

(c) Luiza Puiu

(c) Luiza Puiu

Der britische Hochschulexperte John Daniel über Eliteuniversitäten, den neuen Trend der Online-Kurse und warum er sich für Studiengebühren ausspricht

Am Mittwoch hatte Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner überraschend die Studiengebühren wieder in die politische Diskussion gebracht. Unterstützung bekommt er vom britischen Hochschulexperten John Daniel: Er argumentiert, die Universitäten würden durch die Gebühren weniger elitär.

Dieses Interview ist am 21.8.2014 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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„Mehr als Brustkrebsforschung“

Tim Lawrence ist Kommandant beim Air Force Research Laboratory und leitet das dort ansässige Europäische Büro zu Luft- und Raumfahrtforschung, kurz EOARD.© US Air Force

Tim Lawrence ist Kommandant beim Air Force Research Laboratory (c) US Air Force

„Die Ergebnisse können viele Anwendungen haben“, sagt der Leiter des Büros zu Luft- und Raumfahrtforschung der Air Force. Warum ist Forschung in Österreich für das US-Militär interessant? Und handelt es sich tatsächlich nur um Grundlagenforschung, oder ist diese auch militärisch anwendbar? Ein Gespräch mit Tim Lawrence, Direktor des Europäischen Büros zu Luft- und Raumfahrtforschung mit Sitz in London. Das Interview ist am 30.7.2014 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

Den Großteil der Pentagon-Gelder hat in Österreich Josef Penninger für seine Brustkrebsforschung bekommen (5,4 Millionen, Anm.) Warum?

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„Das ist absolut nichts Unanständiges“

(c) Luiza Puiu

(c) Luiza Puiu

Das Pentagon hat seit 2009 Forschung in Österreich in Millionenhöhe finanziert, den Großteil davon (5,4 Millionen Euro) das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) der öffentlichen Akademie der Wissenschaften erhalten, genauer: der Genetiker Josef Penninger für seine Brustkrebsforschung. Wie es dazu kam, warum es viel mehr Drittmittel bräuchte und weshalb er als Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums ungeeignet wäre, erzählt der Forscher im Gespräch mit der „Wiener Zeitung“. Diese Fotos von Luiza Puiu geben Einblick in die Brustkrebsforschung, das Interview ist am 18.7.2014 in der „Wiener Zeitung“ erschienen.

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Regeln für Uni-Drittmittel sind gefragt

Politiker, ÖH und Uni-Rektoren fordern „größtmögliche Transparenz“ bei Drittmitteln.
Mehr Transparenz und eine öffentliche Debatte über die Vergabe von Drittmitteln ist notwendig: Darin sind sich Uni-Rektoren, Studentenvertreter sowie einige Wissenschaftssprecher der Parteien einig. Damit reagieren sie auf den Bericht der „Wiener Zeitung“ vom Mittwoch, wonach das Pentagon universitäre Forschung in Österreich finanziert. Durch die Recherche der „Wiener Zeitung“ gemeinsam mit dem Radiosender „NDR Info“ wurde bekannt, dass etliche Hochschulen und die ebenfalls öffentliche Österreichische Akademie der Wissenschaften seit 2009 fast neun Millionen Euro vom US-Verteidigungsministerium erhalten haben. An fast allen großen Universitäten kooperieren oder kooperierten Forscherteams mit dem US-Militär, sei es im Bereich der Quantenphysik oder der Krebsforschung. Die teils heftigen Reaktionen im Überblick:

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US-Militär lässt an Österreichs Universitäten forschen

Wissenschafter fordern öffentliche Debatte, Grüne kündigen parlamentarische Anfrage an.
Im neutralen Österreich wird universitäre Forschung vom Pentagon bezahlt. Rund 8,8 Millionen Euro haben österreichische Universitäten und die ebenfalls öffentliche Akademie der Wissenschaften (ÖAW) seit 2009 vom US-Verteidigungsministerium erhalten. An fast allen großen österreichischen Unis kooperieren Forschungsteams mit dem US-Militär, ergab die Datenerhebung der „Wiener Zeitung“ in Zusammenarbeit mit dem Radiosender NDR Info. Oft kommt das Geld für die Forschung von der Air Force, der US-Luftwaffe. Dieser Artikel ist am 8.7.2014 in der „Wiener Zeitung“ erschienen. Recherche und Text: Benedikt Strunz und Bettina Figl

Die Liste der vom US-Militär finanzierten Uni-Projekte und die Stellungnahmen der österreichischen Hochschulen.

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