SALON FIGL

Tag: Falter

Bratnudel und Blasentee

Bubble Tea

Bubble Tea

Bunte Tees, glückliche Nudeln und traurige Würstchen: Fastfood hat sich in Wien verändert

Wir sind jung, reich und voller Zucker – was sollen wir tun?“, fragt Bart Simpson seinen Freund Milhouse, nachdem er einen giftgrünen Squishy aus purem Sirup geschlürft hat. Der Zucker fährt ihm in die Venen, die Folge der „Simpsons“ zeigt den gelben Comic-Helden, wie er auf Saccharose trippt. In Wien hat man nun allerhand Gelegenheiten, sich wie Bart den Zuckerschock zu holen. Seit etwa einem Jahr erobern knallbunte Bubble Teas – eine Mischung aus Grün- oder Schwarztee, Zucker und Sirup – die Stadt. Manchmal ist Milch oder Joghurt dabei, darin schwimmt die Stärke der Maniokwurzel in Form kleiner, geleeartiger Tapioka-Bällchen.

Dieser Artikel ist am 5.9.2012 im Falter 36/2012 erschienen

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Volle Kraft aufs Rad

Bei aller Liebe zu Öko-Taxis, E-Bikes und Fahrrädern: Spätestens an der Ampel geht es um den Turbo

Politiker, Medien und Öffis – was macht bloß den Reiz dieser Mischung aus? Das Gratis-Blatt Heute fuhr mit Grün-Politikerin Eva Glawischnig Straßenbahn und mit FPÖ-Mann Strache U-Bahn. Umweltminister Niki Berlakovich (ÖVP) drehte den Spieß um und lud vergangene Woche wie schon im Vorjahr zur „JournalistInnenrallye“: Mit E-Bike, Lastenfahrrad und Öko-Taxi ging es durch halb Wien, eine Schar von PR- und Ministeriumsmenschen begleitete zwei Handvoll Journalisten und den Minister. Geht noch mehr Inszenierung? Oh ja: Moderiert hat die Veranstaltung Eva Pölzl vom ORF, anschließend gab es Urkunden und Siegerfotos.

Diese Reportage ist im „Falter“ 22/2012 am 30.05.2012 erschienen.

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Ein Manifest für unfallfreies Radfahren

Vielleicht dachte sie daran, was sie abends kochen würde, oder sie war mit den Gedanken bereits bei dem Interview, das sie später eventuell hätte führen wollen. Keiner weiß es. Dass sie offenbar nicht ganz bei der Sache war, als sie im vergangenen November auf dem Weg in die Redaktion von einem Lastwagen überrollt wurde, ist wohl gewiss – sonst hätte sie schneller reagieren können, hätte vielleicht sogar den Lkw kommen gesehen, der sie ein paar Millisekunden später überrollte; ein menschlicher Körper kann mehrere Tonnen Metall und Hartplastik in Bewegung unmöglich bremsen.

Erschienen im „Falter“ 19/2012 am 09.05.2012

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„Autos sind lächerlich“

Erschienen im Falter 49/2011 am 07.12.2011

Derzeit besteht Bernhard Ensinks Job darin, durch die Welt zu fliegen, um die Bewerberstädte für den Fahrradkongress „Velo-City“ unter die Lupe zu nehmen – darunter auch Wien. Gewöhnlich arbeitet der Generalsekretär der European Cyclists’ Federation (ECF) und führende Radlobbyist in Brüssel.

Bettina Figl: Sie haben einmal gesagt, Autos seien lächerlich. Wie meinen Sie das?

Bernhard Ensink: Menschen stecken sehr viel Geld in Automobilität. Es ist lächerlich, wenn sich jede Familie zwei Autos in die Garage stellt und kaum benutzt. Aber Umfragen in Deutschland machen mir Hoffnung: 80 Prozent der Jugendlichen sagen, sie können sich vorstellen, in Zukunft ohne Auto zu leben. Weiterlesen…

Wenig Schall, viel Rauch

Lokalverkleinerung und Denkmalschutz: Geschickt umgehen Wiener Wirte das Nichtraucherschutzgesetz

Erschienen im Falter 42/10 am 20.10.2010

Auf den ersten Blick ist im Frame, einem kleinen Beisl im 20. Bezirk, alles wie immer: Alle Tische sind besetzt, Zigarettenqualm umschmiegt kleine Scheinwerfer, Wirtin Margit Helmuth überblickt das Geschehen von der Schank aus. Doch das Lokal wirkt kleiner als zuvor. Ist es geschrumpft? „Ja“, sagt Margit Helmuth und lacht. Sie und ihr Mann Stefan wollten sich das Rauchverbot nicht auferlegen lassen.

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