Kommt Transparenz bei Drittmittel-Vergabe?

Vor mittlerweile fünf Jahren haben Benedikt Strunz (NDR Info) und ich (für die Wiener Zeitung) recherchiert, dass das US-Pentagon Forschungsprojekte an allen größeren Hochschulen sowie der außeruniversitären Akademie der Wissenschaft in Österreich bezahlt. Das hat damals (2014) eine breite politische Debatte über mehr Transparenz bei der Drittmittelvergabe ausgelöst. Geändert hat sich in Österreich aber nichts.

Nun haben sich Studierende zusammengefunden und organisieren am 27. Oktober 2019 eine Tagung zu dem Thema. Die „Studierenden gegen Rüstungsforschung“ (stugeru) haben Friedensforscher und -aktivisten ins Amerlinghaus eingeladen und fordern eine Zivilklausel, die Unis zur Forschung an nicht-militärischen Zwecken verpflichtet. Ich werde auch dort sein und berichten, wie ich zu den Daten gekommen bin, wie die Reaktionen waren, und warum auch Österreich einen „Freedom of Information Act“ braucht.

Ein paar Links zum Thema:

Dossier „Pentagongelder“ der Wiener Zeitung: https://www.wienerzeitung.at/dossiers/pentagongelder/

Die Daten zu den vom US-Militär finanzierten Forschungsprojekten kommen von dieser HP: https://www.usaspending.gov

Die HP der „Studierenden gegen Rüstungsforschung“: http://stugeru.org